Der erste Eindruck wirkt

Der Ursprung von Kommunikation ist es Aussagen zu treffen – bewusst oder unbewusst – eine Wirkung zeigen Sie aber immer.

Wir Menschen können nur genau in einem Moment wahrnehmen. Das ist während unseres Lebens immer genau der aktuelle Zeitpunkt an dem wir leben. Alles andere gehört zu den Erinnerungen oder den Wünschen für die Zukunft. Was wir also in diesem einzigen Moment wahrnehmen, ist die Grundlage für alle weiteren kognitiven Verknüpfungen die wir schaffen. Und genau daher ist der erste Eindruck ja auch der Wichtigste.

Auswirkungen auf die Unternehmenswahrnehmung

Wenn wir jetzt hier von unserer Arbeit, sprich der grafischen Gestaltung von Kommunikationsmitteln sprechen könnte man ja einwenden, dass dies oft nicht der einzige Weg ist eine Botschaft oder ein Unternehmen zum ersten mal kennenzulernen oder eben wahrzunehmen. Und das ist ja oft auch richtig. Wir lernen ein Unternehmen über die Empfehlung von Freunden oder Bekannten kennen, wir lernen es durch die persönliche Vorstellung eines Mitarbeiters oder über die Produkteigenschaft oder Beschaffenheit kennen. Dann passiert dies ja meistens geplant oder gewollt. Beachten wir aber mal wie oft wir unbemerkt mit neuen Marken in Kontakt kommen, dann schaut dies schon ganz anders aus. Wir sehen hier ein Werbeplakat, nehmen in den endlosen Regalen der Kaufhäuser neben dem von uns Gesuchten 100 andere Produkte war, begegnen beim Stöbern im Internet unzähligen Bildern und so weiter und so fort.

Alles was wir hier wahrnehmen – und sei es auch unbewusst oder nebenbei – hinterlässt genau in dem ersten Moment einen Eindruck den wir speichern. Kommunikation wirkt also immer, egal ob bewusst gestaltet oder nicht.

Falsche Botschaften sind schwer zu ändern

Das kennen wir ja schon aus unserem persönlichen Umfeld. Da hat mal jemand was über einen anderen erzählt, den wir vielleicht noch nicht mal kennen und wir denken: ach ja der ist halt so. So vergeht die Zeit und vielleicht meiden wir denjenigen sogar aufgrund dieser Aussage. Jahre später lernen wir den Menschen dann persönlich kennen und wir sind total überrascht über die Wahrheit. Ein falsches Bild hatte sich eingeprägt, ist vielleicht sogar noch gefördert worden. Als kleine Anmerkung: Das funktioniert übrigens auch andersrum. Bei allen unseren Stars und Sternchen werden uns positivste Bilder eingebläut, die nicht immer richtig sind, die wir aber glauben.

Bilder, Botschaften, und Eindrücke speichern wir fest – vor allem dann wenn sie emotional geprägt sind. Eine eigene hohe Selbstreflektiertheit, Toleranz und Offenheit sind gute Eigenschaften, um hier nicht leichtgläubig zu werden. Wir sollten also immer gut prüfen, was wir glauben und wir sollten das was wir kommunizieren gut und wohlbedacht überlegen.

Gut beobachten, reflektieren und über den eigenen Tellerrand hinausschauen

Um „gute“ Kommunikation zu machen, müssen wir offen sein. Offen für die Botschaften der anderen, diese möglichst klar aufnehmen und wenn wir sie nicht verstehen: nachfragen. Offen sollten wir aber auch dafür sein, unser bisher Erfahrenes durch die Information von außen wachsen zu lassen. Wir sollten das, was wir erfahren haben immer ausführlich reflektieren, mit dem was wir gelernt haben vergleichen und beobachten wo unser Gelerntes mit dem Aufgenommenen vielleicht etwas Neues ergibt. Um so mehr wir Meinungen von anderen einholen, umso weiter wird unser Bild. Kommunikation heißt Austausch mit anderen und umso aufmerksamer, wahrer und reflektierter diese ist, umso mehr ist Kommunikation ein gemeinsames Lernen.

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